Ein Sachschaden liegt immer dann vor, wenn Sachen beschädigt oder zerstört werden, aber auch, wenn sie verloren gehen. Eine Privathaftpflichtversicherung kommt für einen Sachschaden auf, der im privaten Bereich anderen durch versicherte Personen verursacht wird. Die Liste möglicher Schäden ist sehr groß und reicht vom einfachen Brandloch im Teppichboden während des Besuchs bei Freunden bis hin zu einem fahrlässig verursachten Gebäudebrand oder einem Verkehrsunfall, der durch unachtsame Fußgänger verursacht wurde. Auch ein Schaden, der innerhalb einer angemieteten Wohnung entsteht, stellt einen Sachschaden dar, den die Privathaftpflichtversicherung begleicht. Solche Schäden fallen zum Beispiel an in Form von Wasserschäden, die am Gebäude oder einer benachbarten Wohnung eintreten können, wenn eine Waschmaschine ausläuft oder eine Badewanne überläuft.

Die Folgen eines Wohnungsbrandes werden in erster Linie durch die eigene Hausratversicherung behoben. Diese übernimmt jedoch nicht die Kosten, die an dem Gebäude, in dem sich die Mietwohnung befindet, und in anderen Wohnungen durch Löschwasser und andere Maßnahmen der Brandlöschung entstanden sind. Für derartige Schäden an fremdem Eigentum kommt die Privathaftpflichtversicherung im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme auf. Nicht einheitlich ist die Deckung von Sachschäden, die an geliehenen oder gemieteten beweglichen Gegenständen entstehen. Einige Versicherer übernehmen Kosten für die Beschädigung oder den Verlust geliehener Gegenstände, andere nicht.

Die Privathaftpflichtversicherung zahlt für einen Sachschaden die Kosten zur Schadensbehebung oder, falls diese nicht mehr möglich ist, den Zeitwert der beschädigten Sache. Darüber hinaus werden mögliche Folgekosten, die durch den Nutzungsausfall entstehen, vom Versicherer übernommen.