Ein Personenschaden liegt immer dann vor, wenn das Leben und die Gesundheit einer anderen Person beeinträchtigt wurden. Dazu gehören körperliche Verletzungen, psychische Schädigungen, Invalidität und Tod der geschädigten Person. Kommt es zu einem Personenschaden einer fremden Person durch fahrlässiges oder grob fahrlässiges Handeln eines Versicherungsnehmers, so übernimmt die Privathaftpflichtversicherung alle im Zusammenhang mit diesem Handeln anfallenden Kosten, sofern es sich um einen Schaden handelt, der im privaten und nicht etwa im beruflichen oder ehrenamtlichen Bereich entstanden ist.

Neben den Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte muss eine geschädigte Person weitere Nachteile und Kosten in Kauf nehmen, die durch die Privathaftpflichtversicherung ersetzt werden. Grundsätzlich wird für eine gesundheitliche Beeinträchtigung auch Schmerzensgeld gewährt, dessen Höhe sich nach einer Schmerzensgeld-Tabelle richtet. Diese Tabelle stellt eine Sammlung aus Gerichtsentscheidungen über vergleichbare Fälle und Verletzungen dar. Letztendlich aber entscheiden im Zweifelsfall Gerichte über die individuelle Höhe des Schmerzensgeldes. Schmerzensgeld stellt einen immateriellen und daher nicht einfach zu beziffernden Schaden dar, über dessen Höhe es insbesondere bei schwerwiegenden Verletzungen häufig zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt.

Ferner kann es für die geschädigte Person zu Verdienstausfällen kommen, zu dem Erfordernis einer langwierigen oder dauerhaften medizinischen Behandlung oder sogar zur dauerhaften Erwerbsunfähigkeit. Für all diese Kosten kommt die Privathaftpflichtversicherung im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme auf. Darin eingeschlossen sind auch dauerhafte Renten, Kosten für notwendige medizinische Hilfsmittel und andere Versorgungsleistungen. Im Fall des Todes der geschädigten Person werden Todesfallleistungen an die Hinterbliebenen erbracht.