Während in speziellen Haftpflichtversicherungen Mietsachschäden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind, kommt eine Privathaftpflichtversicherung dennoch für derartige Schäden auf, die an gemieteten Wohnräumen entstehen. Zu den Schäden, die im Rahmen der Wohnungsmiete auftreten, gehören auch Schäden an allen mit den Wohnräumen fest verbundenen Ausstattungs-Gegenständen wie Badewannen, Einbauschränke, Fußbodenbeläge oder Waschbecken, die sich im Eigentum des Vermieters befinden. Schäden, die aber auf Verschleiß, Abnutzung oder übermäßige Beanspruchung der Wohnungsausstattung beruhen, sind keine Mietsachschäden im versicherungsrechtlichen Sinn. Werden Elektro- oder Gasgeräte sowie an Heizungsanlagen und Warmwasseraufbereitungsanlagen oder andere Maschinen in der Mietwohnung durch Fahrlässigkeit beschädigt, so kommt die Privathaftpflichtversicherung dafür nicht auf. Da Glasbruchschäden separat versicherbar sind, werden sie ebenfalls nicht von einer Privathaftpflichtversicherung ausgeglichen.

Die Einbeziehung von Mietsachschäden an beweglichen Sachen in die Privathaftpflichtversicherung wird von einigen Versicherern angeboten. Grundsätzlich besteht aber auch bei fast jedem Versicherer die Möglichkeit, Mietsachschäden an beweglichen Sachen als Zusatzleistung in den Versicherungsumfang mit aufzunehmen.

Die Deckungssummen für Mietsachschäden sind im allgemeinen auf einen gewissen Anteil der Versicherungssumme begrenzt. Eine darüber hinausgehende Deckungssumme ist aber als Zusatzleistung möglich. Typische Mietsachschäden sind zerbrochene Waschbecken, beschädigte Fußbodenbeläge oder Wasserschäden am Gebäude, die durch Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit des Mieters oder eines Mitbewohners entstehen. Sofern es möglich ist, kommt die Privathaftpflichtversicherung für die Reparatur des entstandenen Schadens auf. Ist eine Reparatur im Einzelfall nicht mehr möglich, so wird dem Vermieter der Zeitwert der beschädigten Ausstattung vor dem eingetretenen Schaden ersetzt.