Viele Familien besitzen Haustiere, insbesondere dann, wenn Kinder zum Haushalt gehören. Hamster, Meerschweinchen und andere Kleintiere sind beliebt, um Kindern den Umgang mit Tieren und die Übernahme von Verantwortung für andere Lebewesen nahe zu bringen. Die Gesellschaft von Katzen, Hunden oder Vögeln wissen viele Menschen zu schätzen und zählen daher Haustiere zu ihrer Familie. Gerade Tiere aber richten unter Umständen Schäden an, deren Behebung teuer werden kann. Aus diesem Grund übernimmt die Privathaftpflichtversicherung Schäden durch Haustiere nur in einem begrenzten Umfang. Für Schäden, die durch Hunde, Pferde oder Ponys verursacht wurden, müssen Versicherungsnehmer eine besondere Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen, denn diese Tiere sind in einem besonderen Umfang am öffentlichen Leben beteiligt und können daher sehr große Schäden, zum Beispiel Personenschäden oder Schäden im Straßenverkehr, verursachen. Wer Tiere zu gewerblichen Zwecken hält, muss sie ebenfalls gesondert versichern, um die Behebung möglicher Schäden zu gewährleisten.

Kleintiere, die sich in der Regel ausschließlich im Haushalt des Versicherungsnehmers aufhalten und daher anderen Menschen nur in Ausnahmesituationen Schäden zufügen können, finden aber in der Privathaftpflichtversicherung Berücksichtigung, so dass Schäden, die durch kleinere Haustiere verursacht wurden, zum Deckungsumfang der Versicherung zählen. Katzen oder große Papageien können zum Beispiel die Kleidung von Besuchern beschädigen, aber auch durch Bisse und Kratzer Verletzungen verursachen. Entflogene Vögel und Katzen, die sich im Freien bewegen, können Schäden anrichten, deren Behebung sehr teuer ist. Auch Schäden, die durch Bienen, Schafe oder Tauben verursacht werden, deren Haltung ausschließlich zu privaten Zwecken erfolgt, sind im Deckungsumfang der Privathaftpflichtversicherung enthalten.