In die Verlegenheit, einen Gefälligkeitsschaden zur verursachen, kommen insbesondere hilfsbereite Menschen schnell einmal. Zu einem solchen Schaden kommt es immer dann, wenn er im Rahmen von unentgeltlich wahrgenommenen Aufgaben für andere Personen, also Gefälligkeiten, entsteht. Die Mithilfe beim Umzug von Freunden zum Beispiel birgt schnell einmal die Gefahr, dass ein Einrichtungsgegenstand beschädigt wird. Unter Umständen können dabei sehr teure Gegenstände beschädigt werden, wenn zum Beispiel ein Fernseher beim Tragen entgleitet oder der Karton mit dem teuren Geschirr. Wer für seine Nachbarn die Blumen gießt, während sie sich im Urlaub befinden, kann zum Beispiel durch Unachtsamkeit den teuren Teppich oder den Parkettfußboden mit Gießwasser beschädigen. Obwohl man anderen Menschen lediglich einen Gefallen tun wollte, hat man ihnen nun einen Schaden zugefügt und fragt sich, ob man für diesen Schaden aufkommen muss. Schließlich hat man doch unentgeltlich und nur in einer freundlichen Absicht gehandelt. Diese Frage drängt sich umso mehr auf, wenn die Schadenhöhe in einen Bereich geht, der ernsthafte finanzielle Einbußen zur Folge hat. Häufig ist die gute Nachbarschaft oder die Freundschaft nach diesem Gefälligkeitsdienst empfindlich gestört.

Wer über eine Privathaftpflichtversicherung verfügt, die auch für Gefälligkeitsschäden aufkommt, muss sich in einem solchen Fall keine Gedanken machen, denn der Versicherer kommt für die verursachten Schäden auf. Gefälligkeitsschäden gehören jedoch nicht selbstverständlich zum Deckungsumfang einer Privathaftpflichtversicherung. Die Versicherer bieten diesen Versicherungsschutz in der Regel als Zusatzdeckung an, die mit einem geringfügig höheren Beitrag abgesichert werden kann.