Die gesetzliche Grundlage, die dazu führte, dass die Privathaftpflichtversicherung eingeführt wurde, bildet der im Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegte Schadensersatzanspruch geschädigter Personen. In Paragraph 823 ist festgelegt, dass, wer vorsätzlich oder fahrlässig anderen widerrechtlich einen Schaden zufügt, verpflichtet ist, diesen Schaden zu ersetzen. Fahrlässigkeit ist die Hauptursache für Schäden, die anderen zugefügt werden, denn die meisten Schäden beruhen auf Unachtsamkeit und passieren versehentlich. Nun könnte man annehmen, dass die versehentliche Verursachung eines Schadens nicht widerrechtlich sein könnte, aber tatsächlich ist es grundsätzlich nicht erlaubt, anderen einen finanziellen oder gesundheitlichen Schaden zuzufügen, so dass dieser Aspekt in den meisten Fällen erfüllt ist.

Da Schäden, die durch einen kurzen Moment der Fahrlässigkeit entstehen, unter Umständen folgenschwer und deren Behebung sehr teuer sein kann, übernimmt die Privathaftpflichtversicherung für versicherte Personen die Verpflichtung zur Leistung von Schadensersatz, sofern der Schaden im privaten Umfeld des Versicherungsnehmers entstanden ist. Die Schadensbehebung ist dabei auf die vereinbarte Deckungssumme begrenzt. Ein eventuell darüber hinausgehender Schaden muss vom Schädiger selbst getragen werden. Dabei deckt die Privathaftpflichtversicherung die typischen Risiken des Alltags ab und somit auch Schäden, die bei der Sportausübung, aus Haus- und Wohnungsbesitz und im eingeschränkten Umfang auch durch Tierhaltung entstehen. Mit Ausnahme von Glasschäden und Schäden an elektrischen Installationen werden auch Schäden an einer gemieteten Wohnung ausgeglichen.

Die Versicherer bieten die Privathaftpflichtversicherung mit unterschiedlich hohen Deckungssummen für Personen- und Sachschäden. Die Bedingungen, nach denen sich der Versicherungsschutz der Privathaftpflichtversicherung richtet, sind die Allgemeinen Haftpflichtversicherungsbedingungen des jeweiligen Versicherers, die der Versicherte mit Unterschrift des Versicherungsantrags anerkennt.